Mit halber Kraft voraus

Ich wollte so viel mehr geschafft haben. Geht mir wahrscheinlich ähnlich wie vielen. Da ist einerseits die Weltpolitik mit einem trump'schen Drall, die ich manchmal zu gebannt beobachte, aber auch beobachten muss, um darüber schreiben zu können. Dabei entwickelt sich durchaus auch Hoffnung, weil sich immer mehr Menschen und Gruppen verbünden, die vorher recht unpolitisch gewesen waren. Ich selektioniere die für mich wichtigsten Nachrichten und Debatten bei Facebook und schütte bei Twitter großzügiger Tagesaktuelles aus, natürlich auch zu anderen Themen. Social-Media-Buttons zum Folgen gibt's im Blog oben, unten, an der Seite ...

Nein, ich bin noch kein Vampir, das ist die Milchzahnsammlung von Bilbo. Aber ich wünsche mir gerade robuste Zähne, wie sie ein Hund hat!

Aber ich will ja die ganz anderen Beiträge bringen, zumindest hier im Blog, die zum Mutmachen nämlich. Ein Thema, das ich mir in den Kopf gesetzt habe, ufert leider bei den Recherchen aus. Ich muss eine Menge lesen. Aber es lohnt sich! Meine Arbeitshypothese war folgende:
Angenommen, Trump wäre die Ikone für eine Art wild gewordenen Turbokapitalismus, der obendrein einen Sozialdarwinismus verkörpert, dass selbst Darwin sich im Grab umdrehte: Die "Stärksten" würden schnell ultrareich - gegen alle anderen errichtet man Mauern. Keine schönen Aussichten für die Zukunft, da waren wir philosophisch auf dem Planeten schon mal weiter. Also sähe die Gegenthese für eine sozial und mitmenschlich erträglichere Welt in etwa so aus: Evolution gibt es nicht isoliert für Individuen und Muskelprotze. Evolution wird durch die gegenseitigen Abhängigkeiten und Beziehungen bestimmt, das Miteinander im gegenseitigen Austausch.

Also machte ich mich auf die Suche, ob das schon mal jemand so gedacht hat und was sich daraus für Konsequenzen im Umdenken ergäben. Zuerst stocherte ich böse im Nebel, dann half mir Brainstorming bei FB auf die Beine. Ich stieß auf Namen, auf Theorien, Untersuchungen. Was für mich, ausgehend von Trump, zuerst nur politisch und wirtschaftlich erschien, erstreckte sich als Thema plötzlich auf fast alle Bereiche des Lebens. Dieses Prinzip, für das ich noch keinen Namen habe, findet man heutzutage bei der Infrastrukturplanung von Megacities genauso wie in der Klimaforschung, bei Wirtschaftstheoretikern wie Ärzten. Und natürlich war ich hin und weg, als ich sah, was ich als erstes anklickte: Irgendeine hochkomplizierte Forschung an speziellen Pilzen und Bakterien, die ich mir selbst erst einmal übersetzen muss. Heureka.

Kurzum - das wird ein Thema für eine ganze Blogserie. Und es will längerfristig vorbereitet werden. Ich werde die komplizierten Settings natürlich allgemeinverständlich erzählen. Und vielleicht macht es jetzt schon Mut: Diese neue Sichtweise auf die Zusammenhänge und das Miteinander ist bereits Gegenwart und global verbreitet. Da mag sich einer jetzt noch so "great" aufspielen, er gehört eigentlich schon zur Dinosauriergeneration. Irgendwann wird auch sein Meteorit kommen.

Immer, wenn ich dann endlich einen Blogbeitrag schreiben will, platzt etwas anderes herein, muss andere Post erledigt werden, plagt man sich mit Formularen herum ... und mit den Zähnen. Was für ein Horror für mich - quasi mitten in der Behandlung ging mein Zahnarzt in Rente und weit und breit war kein Neuer in Sicht. Den habe ich zum Glück seit heute, eine schmerzhafte Kieferentzündung davor - das und die Medikamente lassen mich leider nur auf Sparflamme im Kopf laufen. Erst Mitte Februar der nächste Termin ...

Aber meine Frühjahrskollektion für Papierschmuck macht sich (Schönes lässt den Schmerz vergessen), demnächst kann ich das zunehmende Licht für eine Foto-Session nutzen. Und dann wird die Website mit neuem Outfit aufgemöbelt. Aber hey, erst mal müsst ihr meinen Laden leer kaufen! ;-)

Schwerpunkt beim Frühjahrsschmuck sind farbige Papiergarne, die ich entweder zu Buchpapier-Perlen oder Glaskristall kombiniere. In dieses Material habe ich mich verliebt, weil es nicht nur wunderschön und extravagant bis edel aussieht, sondern sich auch noch wunderbar weich anfühlt, fast textilartig. Dass ich meine Materialien nicht einfach blind irgendwo einkaufe, sondern gern andere findige UnternehmerInnen unterstütze, hat sich ebenfalls gelohnt. Im Februar möchte ich euch hier die Frau vorstellen, die in Wien für meinen Nachschub an Papiergarn sorgt - und ich bin mir jetzt schon sicher, dass das ein interessanter Einblick in ein in unseren Breiten recht seltenes Metier werden wird.

Damit es in der Zwischenzeit nicht langweilig wird, lade ich zu einer Reise durchs faszinierende Europa ein, wie es sich in der neuen Weltordnung präsentiert. Vergnügen garantiert!

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